Spendenaufruf

Hilf mit, die Tantramassage TMV® als wertvollen Beitrag zur sexuellen Gesundheit und einer ganzheitlichen und professionellen Berührungskultur zu retten! Unterstütze den Tantramassage-Verband e.V. mit einer Spende bei der Finanzierung von Gerichtsprozessen seiner Mitglieder gegen die Anwendung des ProstituiertenSchutzGesetzes auf die Tantramassage TMV®.

Wir freuen uns über jede Spende – egal ob groß oder klein – um diese kostspieligen Gerichtsverfahren, die uns schon seit 2018 beschäftigen, weiterhin stemmen zu können – zur Not bis vor das Bundesverfassungsgericht! Nutze dazu den Button unten und wähle deine bevorzugte Bezahlmöglichkeit aus. Alternativ kannst du auch einfach auf das Konto des Tantramassage-Verbandes e.V. überweisen (IBAN: DE64 3705 0198 0027 8420 46) – bitte „Spende“ im Betreff.

Jetzt spenden!

Beachte bitte, dass der TMV als Berufsverband im steuerlichen Sinne nicht gemeinnützig sein kann und wir dir daher keine Spendenbescheinigung ausstellen dürfen.

Solltest du den TMV regelmäßig unterstützen wollen, freuen wir uns auch über eine Fördermitgliedschaft oder (bei Vorliegen der Voraussetzungen) auch eine ordentliche Mitgliedschaft.

Weitere und ausführlichere Informationen zum Thema findest du unter dem Video.

Die Tantramassage TMV® leistet einen wertvollen Beitrag zu sexueller Selbstbestimmtheit und Gesundheit und fördert eine achtsame und respektvolle Berührungskultur. Dennoch ist sie in Gefahr, seit am 1. Juli 2017 deutschlandweit das ProstituiertenSchutzGesetz (ProstSchG) in Kraft getreten ist. Schon im Vorfeld kritisierte der TMV als Berufsverband der Tantramassage TMV® die sehr weit gefasste und pauschale neue Definition des Begriffes „Prostitution“ in dem neuen Gesetz, die weit über die bisherige rechtliche und auch umgangssprachliche Bedeutung dieses Begriffes hinaus geht. Seit der Umsetzung des Gesetzes kämpfen die Verbandsmitglieder des TMV – Massierende, Praxisleitungen und Ausbildungsinstitute – gegen einen Anmeldezwang als Prostituierte, Prostitutionsstätten-Betreiber bzw. Prostitutionsveranstalter, gegen eine daraus folgende Stigmatisierung und letztlich für das langfristige Überleben dieses Tätigkeitsfeldes.

Tantramasseur TMV® bzw. Tantramasseurin TMV® ist ein Beruf, der auf einer langen und professionellen Ausbildung basiert und von allen in diesem Berufsfeld Tätigen freiwillig und fachkundig ausgeführt wird. Das ProstituiertenSchutzGesetz bedroht diesen gesundheitlich, gesellschaftlich und menschlich wertvollen Beruf, dessen Ausübende keines Schutzes bedürfen. Und es bringt so genau dieses Tätigkeitsfeld in Gefahr. (Näheres zu den Hintregründen findest du weiter unten.)

Um die Tantramassage TMV® rechtlich zu schützen sind nicht unerhebliche Budgets für den Rechtsweg notwendig. Diese Budgets hat der TMV bisher aus eigener Kraft (d.h. aus den Mitgliedschaftsbeiträgen) aufgewendet. Mit der Corona-Pandemie hat sich die Situation und die Notwendigkeit zur rechtlichen Verteidigung noch einmal verschärft, da die Restriktionen und Untersagungen im Bereich Prostitution härter sind als z.B. bei Wellnessmassagen und anderen körpernahen Dienstleistungen. Auch die längerfristige Perspektive bereitet uns Sorgen: So wird in der Politik mittlerweile auch ein generelles Verbot der Prostitution offen diskutiert (sog. „Nordisches“ oder „Schwedisches Modell“ – Artikel in WikepediaArtikel in Frankfurter Rundschau vom 07.03.2021), von dem die Tantramassage TMV® vermutlich mitbetroffen wäre.

Die Dringlichkeit wächst, die eigenen finanziellen Mittel sind aber begrenzt. Daher bitten wir um deine Hilfe: Unterstütze uns, die Tantramassage TMV® zu schützen und ihre gesellschaftliche Anerkennung zu stärken und fördere damit eine neue Berührungskultur, sexuelle Selbstbestimmtheit und Gesundheit!

Weitere Informationen zum Thema:

Warum wir uns Erfolg für unsere Kampagne und den Kampf vor Gericht erhoffen:

Die Tantramassage TMV® fördert die sexuelle Selbstbestimmtheit und Gesundheit sowie eine achtsame und respektvolle Berührungskultur. Sie kann persönlichkeitsbildend wirken und heilende Prozesse gerade auch im Fall von sexuellem Missbrauch fördern. Um weiterhin würdevolle Begegnungen in geschützten Räumen gewährleisten zu können, braucht sie jedoch Rechtssicherheit und muss frei von Stigmata bleiben – so wie es z.B. auch für Yogainstitute und Wellnesseinrichtungen gilt.

Warum Tantramasseure bzw. Tantramasseurinnen TMV® den Schutz durch das ProstituiertenSchutzGesetz nicht brauchen:

Das ProstituiertenSchutzGesetz will Menschen vor Übergriffen, Ausbeutung, Zwang oder gar Menschenhandel im Bereich der Prostitution schützen. Tantramasseure bzw. Tantramasseurinnen TMV® müssen davor jedoch nicht geschützt werden! Wer sich für diesen Beruf entscheidet, durchläuft eine mindestens anderthalbjährige und kostenintensive Ausbildung, um anschließend eine herausfordernde Aufgabe fachlich gekonnt und mit persönlicher Reife anzunehmen und durchzuführen. Die Menschen, die mit der Tantramassage TMV® arbeiten, stammen aus allen Altersgruppen (ab 18 Jahren), sind eher überdurchschnittlich gebildet und selbstbewusst. Sie sind nicht durch prekäre Lebenssituationen gezwungen, diesen Beruf auszuüben und sind in der Lage, sich in schwierigen Situationen selbst zu behaupten, wie andere selbständig arbeitende Personen auch.

Warum melden wir uns nicht einfach nach dem ProstituiertenSchutzGesetz an? Was ist eigentlich das Problem damit?

Der Beruf der Prostituierten bzw. des Prostituierten ist stigmatisiert und tabuisiert. Die Reaktion vieler Menschen darauf ist eine Mischung aus Unverständnis, Ablehnung und Mitleid. Prostituierte stehen im Ruf, Zwang und Gewalt ausgesetzt zu sein, ihren Körper zu „verkaufen“, sich selber an Körper, Geist und Seele massiv zu schaden und „niedere Triebe“ v.a. bei männlichen Freiern zu bedienen. Auch wenn man diese sehr einseitige Perspektive aus vielerlei Gründen kritisch hinterfragen muss, so ist es doch das gesellschaftlich dominante Bild. Und dies erschwert es selbstbewussten und gut ausgebildeten Tantramasseurinnen und Tantramasseuren TMV®, diese Bezeichnung für sich selber zu akzeptieren und anzunehmen; es gibt einen massiven Konflikt mit dem eigenen Selbstbild und den eigenen Werten. Dazu kommen Sorgen vor Benachteiligung und Ausgrenzung, denn nicht alle trauen dem zugesagten Schutz persönlicher Daten. Der Zwang zur Anmeldung als Prostituierte bzw. Prostituierter hält daher aktuell immer mehr Menschen von der Wahl des Berufsfeldes der Tantramassage TMV® ab, während andere aussteigen, da sie sich nicht anmelden möchten. Somit riskiert ein gesellschaftlich und gesundheitlich wichtiger Beruf auszusterben.

Das Problem mit der Stigmatisierung und dem Selbstbild betrifft auch die Menschen, die zu uns kommen: Der Kunde bzw. die Kundin soll keine Berührungsängste mit der Tantramassage TMV® haben und sich nicht als Freier fühlen! Dies kann aber durch die Einordnung unter die Prostitution geschehen. Vielen Menschen wird es wohl schwerfallen, sich für diese wertvolle Dienstleistung zu entscheiden, wenn sie in eine gesellschaftlich umstrittene, abgewertete und schambehaftete Sparte gedrängt wird.

Die Kategorisierung als Prostitution wird es uns erschweren, unsere einzigartigen Qualitäten und die Unterschiede z.B. zu den erotischen Massagen und natürlich erst recht zur tatsächlichen Prostitution deutlich zu machen.

Bestehende TMV-zertifizierte Tantramassage-Praxen müssen vor der Schließung geschützt werden, Neugründungen weiterhin möglich bleiben. Eine Anmeldung als Prostitutionsstätte bedeutet i.d.R., dass eine Tantramassage-Praxis schließen oder umziehen muss. Die meisten Praxen befinden sich nämlich in Wohn- oder Mischgebieten, oft in stilvollen Altbauten, die die besondere Würde und Qualität dieser Arbeit unterstreichen. Das Abdrängen der Tantramassage TMV® in Industriegebiete und Stadtrandlagen mit dubiosem Ruf ist weder für die Massierenden noch für ihre Gäste akzeptabel.

Sollte die Politik irgendwann gegen alle Vernunft entscheiden, dass Prostitution gänzlich verboten wird, so muss das wertvolle Berufsfeld der Tantramassage TMV® vor dem Aus geschützt werden.