Archiv des Autors: Olaf

Zentrale Prüfung des TMV Juli 2022

2022-07 // Erste zentrale Abschlussprüfung des TMV

Am 02.07.2022 fand in der Leuther Mühle in Nettetal (NRW) die erste zentrale Abschlussprüfung des Tantramassage-Verbandes statt. Es war schon seit Jahren das Ziel des TMV, die Hoheit über die Prüfungen von den einzelnen Ausbildungs-Instituten auf den Berufsverband als unabhängige Instanz zu übertragen, wie es auch in anderen Berufen üblich ist. Jedoch hatte die Corona-Pandemie dieses engagierte Vorhaben zuletzt verzögert. Der erste Durchgang fand nun mit 4 Männern und 2 Frauen sowie Michaela Riedl (AnandaWave), Olaf Göbel (TantraConnection) und Daniel Höppli (Zinnoberschule) im Prüfungskomitee statt. Wir sind glücklich, dass alle 6 Prüflinge bestanden haben!

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Spendenaufruf des TMV

2021-03 // TMV startet Spendenaufruf

Um die gerichtlichen Auseinandersetzungen seiner Mitglieder gegen die Anwendung des ProstituiertenSchutzGesetzes auf die Tantramassage TMV® weiter finanzieren zu können, startete der Tantramassage-Verband e.V. am 21.03.2021 einen unbefristeten Spendenaufruf. Bis zu diesem Datum hatte er bereits Verfahrens- und Prozesskosten seiner Mitglieder in Höhe von mehr als 24.000 € bezahlt. Die Aktion wird ein voller Erfolg, innerhalb der ersten sieben Tage kamen über 8.000 € zusammen.
Der Spendenbutton, umfangreiche Informationen zu dem Aufruf und auch Texte zum Hintergrund finden sich hier auf der Website des TMV. Diejenigen, die sich für den bisherigen und zukünftigen Verlauf der Ereignisse rund um unsere juristischen Auseinandersetzungen und den Verlauf der Spendenaktion interessieren, finden hier eine chronologische Übersicht.

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Tantramassage TMV in Zeiten von Corona

2020-07 // Differenzierte Rechtslage zur Tantramassage

Auch wenn nach der Presseberichterstattung zu den aktuellen Urteilen aus Düsseldorf und Trier der Anschein entstanden ist, alle Tantramassagen seien Prostitution und damit noch verboten, so ist diese Information doch falsch. Zertifizierte Tantramassagen nach den Regularien des Berufsverbandes TMV wurden bereits vor Wochen vom VG Gelsenkirchen den überall wieder erlaubten Wellnessmassagen gleichgestellt. Doch was ist eigentlich der Unterschied, der Gerichte veranlasst, so unterschiedlich zu entscheiden?

„Der Begriff Tantramassage an sich ist nicht geschützt und kann entsprechend auch für erotische Massagen genutzt werden. Deshalb haben wir uns als Berufsverband schon für über 10 Jahren entschlossen, für unsere Art der Massagen eine entsprechende Ausbildung mit Zertifikat und die geschützte Marke Tantramassage TMV® einzuführen“,  erläutert der Vorsitzende des Berufsverbandes Olaf Göbel und ergänzt: „Die fünf Hauptunterschiede zu den erotischen Massagen sind deutlich:

  • Absichtslosigkeit der Berührungen, die eben nicht hauptsächlich dem Ziel des Lustgewinns dienen, sondern vielmehr dem Erleben des eigenen Körpers. Dies ist für viele Menschen eine völlig neue Erfahrung, die auch in Kontakt mit den eigenen Emotionen führen kann, durch die die massierende Person dann aufmerksam und unterstützend hindurch begleitet.
  • Einseitigkeit der Berührung, das heißt im Klartext, dass die massierende Person die empfangende Person berührt, aber selbst nicht berührt werden darf.
  • Gleichmäßige Einbeziehung des gesamten Körpers, was bedeutet, dass im Idealfall jede Stelle des Körpers der massierten Person die gleiche Aufmerksamkeit erhält und der Fokus eben nicht auf eine einseitige Stimulierung der Genitalregion ausgerichtet ist.
  • Die Berührungen finden bei geschlossenen Augen statt, so dass es, anders als bei erotischen Massagen, nicht um optische Reize geht, sondern allein um die Qualität der Berührung.
  • Dauer und klar gegliederter Ablauf, das heißt, eine zertifizierte Tantramassage TMV® dauert durchschnittlich etwa 2 h und erfolgt von der Begrüßung bis zur Beendigung einem durch die massierende Person erlernten Ritual.“

Ergänzend soll nicht unerwähnt bleiben, dass eine zertifizierte Tantramassage immer ein  Vor- und ein Nachgespräch beinhaltet. Dabei geht es darum, dem Empfangenden vor der Massage einen sicheren Raum für alle seine emotionalen und körperlichen Reaktionen aufzubauen und im Anschluss gemeinsam die erlebten Berührungen zu reflektieren.

Wer dann weiter einsteigen möchte in diese besondere Form der ganzheitlichen Berührung, respektvollen Nähe und Achtsamkeit, kann dieses über Seminare und Workshops vertiefen. Sogar eine berufliche Qualifikation ist möglich.

Die Ausbildung, um zertifizierte Tantramassage nach den Regeln des Berufsverbandes TMV® anbieten zu können, dauert ein bis zwei Jahre. Sie besteht aus verschiedenen Präsenzmodulen, in der sowohl die Techniken der Massage, wie auch anatomische und physiologische Grundlagen vermittelt werden, einer festgelegten Anzahl an Übungs- und Überprüfungsmassagen, sowie einer theoretischen und einer praktischen Prüfung.  Eine, auf dieser Ausbildung basierende Tantramassage, ist mehr als nur Entspannung. Sie kann förderlich für die Erhaltung der Gesundheit von Körper, Geist und Seele sein, da durch die achtsame Berührung unter anderem auch körperliche und emotionale Blockaden in Bewegung gebracht werden können.

„Gerade in der heutigen Coronazeit vermissen viele Menschen körperliche Berührung. Das grundsätzliche Fehlen kann dabei sogar krank machen. Unser Berufsverband ist sich dem genauso bewusst, wie seiner Verantwortung für die Gesundheit der Massierenden und Massierten. Deshalb gibt es vom Verband ein klares Hygienekonzept: Es wird nur mit Mund-Nase-Schutz massiert und das Gesicht ist der Bereich des Körpers, der im Moment leider – entgegen unserer grundlegenden Prinzipien – keine Aufmerksamkeit erhält. Unsere Mitglieder sind hier professionell und setzen das sowohl in den Praxen wie auch bei der Ausbildung konsequent um“, macht der Pressesprecher Lars Schmidt deutlich. Ihn ärgert bei den laufenden Diskussionen auch im Zusammenhang mit dem ProstSchG folgendes: „Bei aller Sympathie für unseren Föderalismus, ist es schon eine Qual, die Uneinheitlichkeit der Bundesländer und sogar der einzelnen Städte und Kreise zu sehen. Das Virus macht da keinen Unterschied. Und es reagiert auch nicht anders, ob ein Zusammentreffen zweier fremder Menschen mit oder ohne Honorar erfolgt. Es gibt keinen empirischen Beleg dafür, dass zertifizierte oder auch nicht zertifizierte Tantramassagen in irgendeiner Form das Infektionsrisiko im Vergleich zu anderen längeren Kontakten oder z.B. Wellnessmassagen erhöhen. Es kann aus meiner Sicht nicht sein, dass einzelne Bundesländer oder Gerichte Aspekte einer überholten Moralpolitik mit in Coronaverordnungen und Urteile einbeziehen. Unterschiede der Risikoeinschätzung zwischen verschiedenen Tätigkeiten oder Situationen mit länger andauerndem Körperkontakt, sind bisher weder wissenschaftlich belegt, noch aus theoretischen Annahmen heraus her zu leiten. Einzelnen Berufsgruppen dabei zu unterstellen, sie hielten sich weniger an die Hygienekonzepte als andere, sind Vorurteile und Unterstellungen. Unser Verband hat sowohl für die Massage, wie auch für die Seminare, eindeutige Hygienekonzepte erarbeitet und unsere Mitglieder setzen diese konsequent um. Dabei ist auch die Nachverfolgung der Kontakte jederzeit gewährleistet. Die Gesundheit der Massierenden und der Massierten hat für uns oberste Priorität. Und genau dafür tritt unser Berufsverband ein. Vor Corona, während Corona und selbstverständlich auch danach, denn körperliche und sexuelle Gesundheit und Nähe gehören unverrückbar zu einem würdevollen und erfüllten Leben.“

Besonders zu erwähnenist hier, dass derTMV® bisher alle Prozesse im Zusammenhang mit pandemiebedingten Schließungen gewonnen hat. Die Mitglieder stehen bereit, den Menschen auch in dieser schweren Zeit ein kleines Stück Ruhe und emotionale Sicherheit zu geben. Eine Übersicht der Anbieter zertifizierter Tantramassagen ist auf hier zu finden.

Bild: Antonia Vilos

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2020-07 // WDR-Beitrag „Mädelsabende“

Es gibt mal wieder einen sehr gelungenen TV-Beitrag des Westdeutschen Rundfunks zum Thema Tantramassage: Im Rahmen der Formates „Mädelsabende“, das sich überwiegend an ein junges weibliches Publikum richtet, geht es aktuell um den weiblichen Orgasmus. In der Folge vom 02. Juli 2020 besucht eine WDR-Redakteurin eine Kölner TMV-Praxis, schnuppert in die tantrische Intimmassage hinein und führt ein sehr interessantes Interview mit der im Rahmen des TMV ausgebildeten Masseurin.

Die Doku ist aktuell nur noch bei Facebook zu sehen.

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Tantramassage TMV in Zeiten von Corona

2020-05 // Tantramassage – erlaubte Nähe in der Coronazeit

Seit Mitte März war, bedingt durch die Corona-Pandemie, das öffentliche Leben in großen Teilen eingeschränkt. Entsprechend durften auch körpernahe Dienstleistungen, zu denen auch Massagen gehören, nicht mehr angeboten werden. Umso erfreuter waren viele Dienstleistende und deren Kundinnen und Kunden in diesem Bereich, als im Zuge der ersten größeren Lockerungen Tätigkeiten mit Körperkontakt, unter Einhaltungen der Hygiene- und Abstandsregeln, wieder frei gegeben wurden. Entsprechend wurden zertifizierte Tantramassage TMV® von Massierenden und Praxen ab diesem Zeitpunkt wieder angeboten.

Da einige Ordnungsämter diese Tätigkeiten und somit die anbietenden Praxen als „Prostitutionsstätten, Bordelle […] und ähnliche […] Einrichtungen“ bewerteten, kam es zu behördlichen Schließungen, unter anderem in Essen. Gegen diese Ordnungsverfügung wurde umgehend Klage erhoben, die am vergangenen Montag vor dem VG Gelsenkirchen (Az.: 20 L 589/20) zum Erfolg führte. Das Gericht stellte fest, dass es sich bei der „angebotenen Tantramassage vielmehr um „Massage“ i.S.d. § 12 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 CoronaSchVO“ handelt. Zum Tragen kamen bei dieser Entscheidung nicht nur die allgemeinen Gebote von Verhältnismäßigkeit und Gleichbehandlung, sondern auch sachbezogene Erwägungen, denn es gibt keinen wissenschaftlichen Hinweis darauf, dass die Einbeziehung des Intimbereiches das Infektionsrisiko erhöht.

„Nach einer erfolgreichen baurechtlichen Auseinandersetzung ist nun ein weiteres Urteil in unserem Sinne gefallen, das klar macht: zertifizierte Tantramassage TMV® ist keine Prostitution“, freut sich der Vorsitzende des Berufsverbandes Olaf Göbel und ergänzt: „Die TMV-Mitglieder haben bereits lange vor Corona das Thema Hygiene ernst genommen. Deshalb fiel es uns auch leicht, für unsere Mitglieder und deren Praxen ein umfassendes Konzept vorzulegen, das sowohl Massierende wie auch die Massierten bestmöglich schützt.“

Die Ausbildung, um zertifizierte Tantramassage TMV® anbieten zu können, dauert übrigens gut ein Jahr. Sie besteht aus verschiedenen Präsenzmodulen, in der sowohl die Techniken der Massage wie auch anatomische und physiologische Grundlagen vermittelt werden, einer festgelegten Anzahl an Übungs- und Überprüfungsmassagen sowie einer theoretischen und einer praktischen Prüfung. Eine auf dieser Ausbildung basierende Tantramassage ist mehr als nur Lustgewinn oder (sexuelle) Entspannung. Sie kann förderlich für die Gesunderhaltung von Körper und Geist sein. Dazu der Beauftragte für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Lars Schmidt: „Ich habe Mitte 2018 meine Ausbildung zum zertifizierten Tantramasseur TMV® begonnen. Schon nach der ersten Seminar-Woche hat sich bei mir eine körperliche Veränderung eingestellt. Ich bin deutlich entspannter und gleichzeitig leistungsfähiger geworden, komme so gut wie gar nicht mehr in Stress und habe ein viel besseres Verhältnis zu meinem eigenen Körper gewonnen. Ich hätte als eher kopflastiger Mensch nie gedacht, dass solch ein Effekt überhaupt eintreten kann und noch weniger, dass dieser nachhaltig bis heute andauert. Für mich war das aber am Ende der Grund, mich auch aktiv für den Verband und die Verbreitung von sachgerechten Informationen über die Tantramassage TMV® einzusetzen.“

Ähnlich positive Berichte betreffen aber nicht nur die Ausbildung, sondern auch das Empfangen einer Tantramassage TMV®, wie Verbandschef Olaf Göbel zu berichten weiß: „Durch eigene Erfahrung und unzählige Berichte unserer Mitglieder wird klar, dass durch die intensive Berührungsqualität etwas passiert, das weit über Sexualität und Lust hinaus geht. Es treten Emotionen und manchmal auch Blockaden zu Tage, die in den Händen unserer zertifizierten Massierenden einen Weg nach draußen finden. Für unsere Kundinnen und Kunden häufig eine enorme Befreiung“. Gerade deshalb ist es jetzt in den Zeiten des Coronavirus, in denen Nähe und soziale Kontakte so massiv heruntergefahren sind, wichtig, dass Menschen durch die wieder erlaubte Tantramassage TMV® einen Ausflug zu sich selbst unternehmen können. Und so in einem sicheren Raum etwas von dem nachholen können, was zu den wesentlichen Grundbedürfnissen eines jeden Menschen gehört, die auch schon vor Corona in der heutigen Zeit oft zu kurz gekommen sind: Berührung und Sexualität.

„So sehr wir uns jetzt über das für unsere Mitglieder positive Urteil freuen, so ist es doch nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zur den grundsätzlichen Fragen, die das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) aufwirft: Wo liegen bei Berührungen und zwischenmenschlichen Interaktionen die Grenzen zwischen therapeutischen, nicht-medizinischen oder sexuellen Handlungen? Und wieso benötigen letztere überhaupt eine gesetzliche Reglementierung, wenn diese freiwillig und konsensual erfolgen?“ fragt sich Pressesprecher Lars Schmidt und ergänzt abschließend: „Deshalb sind auch die aktuellen Forderungen von 16 Bundestagsabgeordneten nach einem Sexkaufverbot ein gefährlicher, rückwärtsgewandter Irrweg! Solch eine Regelung dient in keiner Weise dem Zweck, aktuell die Verbreitung des Coronavirus und erst recht nicht Zwangsprostitution, Ausbeutung und Menschenhandel zu verhindern. Nur die aktive Förderung der sexuellen Gesundheit, übrigens ein wesentliches Verbandsziel des TMV, sowie eine moralinfreie Diskussion über menschliche Bedürfnisse mit deren unzähligen Facetten der daraus resultierenden, freiwilligen Beziehungen zwischen Erwachsenen wird am Ende den unstreitig menschenunwürdigen Zuständen im nichtfreiwilligen Bereich den Nährboden entziehen.“

Bild: Antonia Vilos

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2019-11 // Mitgliederversammlung

Als vor 15 Jahren der Tantramassage-Verband e.V. gegründet wurde, hätte wohl kein Mensch die bewegten Zeiten vorausgeahnt, die dieser seitdem durchlaufen hat. Vor allem in letzter Zeit wurden viele Mitglieder durch die – aus Verbandssicht irrtümliche – Einstufung der zertifizierten Tantramassage TMV® als Prostitution im Sinne des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) durch lokale Ordnungsämter stark in der Berufsausübung beeinträchtigt. Ein aktuelles Urteil des VG Gelsenkirchen stellt nun erstmals klar, dass Massagepraxen mit zertifizierter tantrischer Körperarbeit eben keine bordellartigen Betriebe sind, sondern eher dem Wellnessbereich zuzuordnen werden können. Diese positive Entwicklung sowie Planungen für die zukünftige Weiterentwicklung des Berufsverbandes waren nun Thema auf dem Arbeitstreffen mit Mitgliederversammlung vom 12. bis 14. November in der Leuther Mühle in Nettetal.

„Es ist schon beeindruckend zu sehen, was für eine Entwicklung die Tantramassage TMV® durchgemacht hat. Heute haben wir verbindliche Ausbildungsgrundlagen mit klaren Zertifizierungsbedingungen sowie ein Qualitätsmanagement“, sagt das Gründungsmitglied Martina Weiser sichtlich zufrieden und ergänzt: „Wir haben eine gute Basis für unseren Berufsverband gelegt und können selbstbewusst und optimistisch in die Zukunft blicken.“

Und genau diese Stimmung drückte sich in den Beschlüssen der Versammlung aus, die von einem professionellen Moderator unterstützt wurde. Die wichtigste Entscheidung war dabei, die Verbandsbezeichnung durch die Ergänzung „Berufsverband für zertifizierte tantrische Körperarbeit und sexuelle Gesundheit“ zu konkretisieren. Der Verbandsvorsitzende Olaf Göbel dazu: „Durch unseren Namenszusatz zeigen wir als Verband jetzt deutlicher, für was wir stehen und wo unser Schwerpunkt im vielfältigen Angebot von Körperarbeit ist. Dabei wird zudem erkennbar, dass unsere zertifizierten tantrischen Massagen eben nicht nur der Entspannung dienen, sondern auch eine wichtige Rolle im Kontext sexueller Gesundheit im Sinne der WHO spielen können.“

Als ein weiteres Zeichen der Professionalisierung wurde die Ausbildungsordnung angepasst. So werden zukünftig die Leistungsnachweise zentral überprüft und erst dann eine Zulassung zur Prüfung erteilt. Um die Arbeit des Verbandes deutlicher nach außen zu tragen, wurde die AG Öffentlichkeitsarbeit neu aufgestellt sowie ein Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gewählt. Dieser wird zusammen mit der AG auch die kritisch-differenzierte Haltung des Verbandes zu den Regelungen des ProstSchG sowie dem aktuell diskutierten „Nordischen Modell“ aktiver kommunizieren. Der frisch gewählte Beauftragte, Lars Schmidt, sagt dazu: „Die aktuellen politischen und gesetzlichen Entwicklungen sind Schritte in die falsche Richtung. Menschen werden stigmatisiert und bald vielleicht wieder kriminalisiert. Und auch wenn zertifizierte Tantramassagen TMV®, wie z.B. vom VG Gelsenkirchen in einem Urteil festgestellt, nicht unter die Regeln des ProstSchG fallen, so ist es dennoch unsere Aufgabe, eine klare Position dazu zu beziehen: Wir sind solidarisch mit allen Personen, die konsensual, freiwillig und selbstbestimmt mit anderen – in welcher Form auch immer – in körperlichen Austausch gehen. Sexuelle Gesundheit lässt sich aus unserer Sicht nämlich nur durch offene Kommunikation und einen positiven Umgang mit der eigenen Körperlichkeit nachhaltig erhalten.“

Ein kraftvolles Lob für die geleistete Arbeit kam zum Schluss auch vom Moderator der Versammlung: „Zu sehen, wie hier über fast 3 Tage mit Freude und Motivation für eine körperpositive Berührungskultur und ein ganzheitliches Menschenbild gearbeitet wurde, motiviert mich, selbst Fördermitglied im TMV zu werden. Und wenn noch mehr Menschen wissen, was für gute und wichtige Arbeit durch den Verband geleistet wird, hoffe ich, dass meinem Beispiel viele Tantramassage- und Körperarbeitsbegeisterte folgen werden.“

Auf dem Gruppenbild oben sind folgende Mitglieder und Gäste zu sehen:

Reihe hinten v.l.n.r.: Amara Allelein – Ayana Essen und Samara Essen/Hagen | Tamara Tegtmeier – Ausbilderin TantraConnection Essen | Christoph Kamp – TaYoLing Ulm | Olaf Göbel – Ausbilder TantraConnection Essen | Tomasz Stupinski – Masseur in Münster | Smita Stehle – Lalita Leipzig | Elias Volonakis – Masseur | Lars Schmidt – Presse-Beauftragter | Silvia Sun – Masseurin in Bochum | Annette Laubenberger – Masseurin

Mitte: Elvira Jamala Malinovskaa – Ausbilderin Jembatan München

Reihe vorne v.l.n.r.: Wolfgang Löffler – Masseur | Claudia Kamp – TaYoLing Ulm | Guido Dippel – Fühlharmonie Velbert | Michaela Riedl – Ausbilderin AnandaWave Köln | Martina Weiser – Ananda Köln | Frauke Röseler – Masseurin

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2019-11 // Urteil in NRW – Sieg für die Tantramassage TMV®

Seit Jahren bietet Amara Allelein mit ihrem Team in der Praxis SAMARA – Zentrum für ganzheitliche Massagen selbige an. Das Angebot reicht dabei von ‚Ayurveda & Wellness‘ bis zur zertifizierten Tantramassage TMV®. Die mit großem Aufwand umgebauten Räumlichkeiten liegen in einem allgemeinen Wohngebiet im Ortsteil Essen-Rüttenscheid. Als nun ein Bauantrag zur Erweiterung/Nutzungsänderung gestellt wurde, lehnte die Baubehörde diesen ab. Dies erfolgte mit Hinweis darauf, es handele sich bei der Praxis um einen an dem Standort nicht zulässigen bordellartigen Betrieb. „Diese Entscheidung war für uns ein Schock, da sogar der Weiterbetrieb untersagt werden sollte“, sagt Inhaberin Allelein und ergänzt: „Wir konnten unseren Vermieter dafür gewinnen, gemeinsam den Rechtsweg gegen diese behördliche Fehleinschätzung einzuschlagen.“

Im Rahmen eines Ortstermins machte sich die zuständige Richterin des VG Gelsenkirchen im Juli 2019 ein eigenes Bild von den Praxisräumen des SAMARA und beschäftigte sich eingehend mit den verschiedenen dort angebotenen Massagen. Die von der Baubehörde als eine sexuelle Dienstleistung im Sinne der Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) gesehene Tantramassage ließ sie sich genau erklären. Sie kam danach in ihrer Urteilsbegründung zu folgendem Ergebnis: „Ein unbefangener objektiver Beobachter wird […] ohne das spezielle Wissen, dass eine ‚Ganzheitliche Massage‘ auch den Intimbereich umfassen kann, nicht auf die Idee kommen, es mit einem bordellartigen Betrieb zu tun zu haben, sondern eher von einem ‚Wellness-Massagestudio‘ ausgehen. […] Auch die Praxisräume erinnerten mehr an ein [solches]. […]. Ferner sind alle in der konkreten Praxis tätigen Massierenden und auch die Praxis selbst vom TMV zertifiziert. […] Dies ist im vorliegenden Fall ebenfalls ein Indiz dafür, es nicht mit einem bordellartigen Betrieb […] zu tun zu haben.“

SAMARA – Zentrum für ganzheitliche Massagen

Das Urteil des VG Gelsenkirchen (5 K 4649/18) ist aus Sicht des Tantramassage-Verbandes (TMV) dabei ein wichtiges Signal für andere Behörden in Deutschland. Diese wissen aufgrund des ProstSchG oft nicht, wie sie auf ähnlicher Basis arbeitende Anbieter rechtlich einordnen sollen.
Über die generelle Bedeutung der inzwischen rechtskräftigen Gerichtsentscheidung ergänzt der Vorsitzende des Berufsverbandes Olaf Göbel: „Unsere seit über 15 Jahre geleistete Arbeit für die Weiterentwicklung des Berufsbilds und die Qualifikation zur Tantramassage TMV® wird immer mehr gesellschaftlich anerkannt. Wir bieten einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem der gesamte Körper auf selbstverständliche und natürliche Art berührt wird. Letztendlich dient eine Tantramassage TMV® nicht nur der Entspannung. Sie kann förderlich für die Gesunderhaltung von Körper, Seele und Geist sein. Es ist schön zu sehen, dass unsere Verbandsarbeit mit Ausbildung und Zertifizierung zu diesem positiven Urteil beigetragen hat.“

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2019-07 // Eine gelungene TV-Doku

Am 11.07.2019 hat der Westdeutsche Rundfunk die bisher gelungenste TV-Dokumentation zur Tantramassage gesendet. Nach einem optisch etwas reißerischem Beginn gibt diese 45minütige Doku einen guten und vielfältigen Einblick in ein professionelles Tantramassage-Seminar, die Beweggründe der Menschen, die es besuchen und die vielen bereichernden Erlebnisse – aber auch Herausforderungen, die man dort erleben kann.

Deutlicher kann man in diesem Medium nicht vermitteln, welchen enormen gesellschaftlichen Wert die Tantramassage TMV® hat! Wir danken Michaela Riedl von AnandaWave, dass sie eines ihrer Seminare für das Fernsehteam geöffnet hat.

Die Doku kann hier auf YouTube angeschaut werden.

 

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TMV-Mitgliederversammlung Oktober 2016

2016-10 // Mitgliederversammlung

Vom 3. bis 5. Oktober 2016 traf sich der Tantramassage-Verband in Stiersbach bei Stuttgart zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung. Die wichtigsten Themen waren:

Allem voran das neue Prostituiertenschutzgesetz, welches ab Juli 2017 in Kraft tritt, und seine Auswirkungen auf die Ausübung der Tantramassage TMV®. Es wurde darüber diskutiert, wie der Verband dazu Stellung bezieht und welche Unterstützung den Praxen und MasseurInnen zuteil werden kann.

Des weiteren ging es um die Qualitätssicherung in den Mitgliedspraxen und die Überarbeitung der Ausbildungsordnung. Der TMV möchte wachsen und es mehr qualifizierten Tantramasseurinnen und -masseuren ermöglichen, ein TMV-Zertifikat zu erlangen und Mitglied zu werden.

Am 5. Oktober fanden die Neuwahlen des 6er-Vorstandes statt, bestehend aus dem ersten und zweiten Vorsitzenden, dem Schatzmeister und dem erweiterten Vorstand mit jeweils einem Vertreter der momentan drei Interessengruppen des Verbandes (Ausbilder, Massagepraxen sowie Masseure und Masseurinnen). Olaf Göbel wurde mit großer Mehrheit für weitere 2 Jahre zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Auf dem Gruppenbild oben sind folgende Personen zu sehen:

Reihe vorn v.l.n.r.: Eva Hanson – Gast, Masseurin bei Ananda Köln | Christine Andersch – Masseurin bei Ananda Köln | Bettina Dornics – Yonitalk Berlin | Elisabeth Strack – Zaida Hannover | Stefan Bölts – Diamond Lotus Berlin

Reihe Mitte v.l.n.r.: Astrid – Leitungs-Assistenz bei AnandaWave Köln | Smita Birgit Stehle – LaLita Leipzig | Olaf Göbel – TantraConnection Essen | Guido Dippel – Fühlharmonie Velbert | Tarika Dilger – Tarisha, Nürnberg

Reihe hinten v.l.n.r.: Elvira Jamala Malinovskaa & Gerhard Mühlbauer – Jembatan München | Wiebke Heuchert & Stephan Streichhahn – Avalon Frankfurt a.M. | Martina Weiser – Ananda Köln | Michaela Riedl – AnandaWave Köln | Monika Kochs – Dakini Stuttgart & Köln

Foto: Antonia Vilos, Masseurin bei Ananda Köln

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TMV-Mitgliederversammlung April 2016

2016-04 // TMV-Arbeitstreffen

Ein erfolgreiches und effizientes Arbeitstreffen mit dem Schwung des Frühlings liegt hinter uns: Vom 25. bis 27. April 2016 tagten wir im Seminarhaus Gute Alte Heide im Umland von Köln.
Der Verband hat dabei wichtige Themen für die Zukunft besprochen, seine Struktur an einigen Punkten optimiert und die Diamond Lotus – Massagepraxis in Berlin als neues Mitglied begrüßt. Themenschwerpunkte waren ferner die Qualitätssicherung im Bereich der Ausbildung und das umstrittene neue Prostituiertenschutzgesetz und seine Folgen für die Tantramassage.
Qualitativ hochstehende Tantramassagen nützen nichts, wenn sie nicht gefunden werden: Wir haben die neue Übersichts-Karte mit den Standorten der Ausbildungsinstitute, Praxen und EinzelmasseurInnen optimiert.
Und last but not least: „TMV“ ist vom Deutschen Marken- und Patentamt als Wortmarke anerkannt worden, nun heißt es: „TMV®“

Auf dem Bild sind folgende Personen zu sehen:

Reihe vorn v.l.n.r.: Stefan Bölts – Diamond Lotus Berlin | Guido Dippel – Fühlharmonie Velbert | Monika Kochs – Dakini Stuttgart & Köln | Saranam Ludvik Mann – Gast, Diamond Lotus Berlin | Elvira Jamala Malinovskaa – Jembatan München | Suriya – Gast, Diamond Lotus Berlin | Brigitta Jecko – ManuMagic Basel

Reihe hinten v.l.n.r.: Amara Allelein – Ayana Essen & Samara Hagen | Tamara Tegtmeier – TantraConnection Essen | Sili Sauf – Masseurin bei Ayana Essen | Michaela Riedl – AnandaWave® Köln | Eva Brinckmann – Gast, Diamond Lotus Berlin | Gerhard Mühlbauer – Jembatan München | Astrid – Leitungs-Assistenz bei AnandaWave Köln | Olaf Göbel – TantraConnection Essen | Bob Schumacher – Masseur bei Dakini Köln

Foto: Antonia Vilos, Masseurin bei Ananda Köln

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