2015-03 // TMV-Arbeitstreffen

Im Seminarhaus Gut Alte Heide in Wermelskirchen

Im Seminarhaus Gut Alte Heide in Wermelskirchen

Vom 23. bis 25. März 2015 trafen sich 19 Mitglieder des TMV zum halbjährlichen Arbeitstreffen im Gut Alte Heide in Wermelskirchen bei Köln. Ein Hauptthema war dabei die Frage, wie der TMV für neue Mitglieder attraktiver werden kann. Verschiedene Maßnahmen wurden diskutiert und beschlossen. Außerdem ging es darum, wie der Verband die Tantramassage noch deutlicher als Berufsbild in der Gesellschaft etablieren kann und dabei das Profil der Tantramassage in ihren Qualitäten und Unterschieden zu anderen Berufen noch klarer darzustellen. Ein weiteres großes Thema war die Qualitätssicherung der Massagen in den Mitgliedspraxen.

Auf dem Bild sind folgende Personen zu sehen:

Reihe vorn v.l.n.r.: Kaya Könn – TantraArt Mönchengladbach | Guido Dippel – Fühlharmonie Velbert | Elisabeth Strack – Zaida Hannover | Martina Weiser – Ananda Köln | Christine Andersch – Masseurin bei Ananda Köln | Elvira Jamala Malinovskaa & Gerhard Mühlbauer – Jembatan München

Reihe mittig v.l.n.r.: Ute Himmelsbach – Tantra Relaks Saarbrücken | Gerd van Issum – Gast, Masseur in Ausbildung | S. M. – Masseurin | Amara Allelein – Ayella Essen & Samara Hagen | Smita Birgit Stehle – LaLita/ Atelier Kunstgriff, Leipzig | Tarika Dilger – Tarisha, Nürnberg | Bob Schumacher – Masseur bei Dakini Köln

Reihe hinten v.l.n.r.: Rolf Fischler – Tantra Relaks Saarbrücken | Olaf Göbel – TantraConnection Essen | Sili Sauf – Masseurin bei Ayella Essen | Manfred Kochs – Moderation, Masseur in Ausbildung

Foto: Antonia Vilos, Masseurin bei Ananda Köln

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2014-11 // Zehn Jahre TMV – Mitgliederversammlung und große Geburtstagsparty

Im Seminarhaus Parimal Gut Hübenthal bei Kassel

Im Seminarhaus Parimal Gut Hübenthal bei Kassel

Vom 10. bis 12. November 2014 traf sich der TMV zur jährlichen Mitgliederversammlung im Parimal Gut Hübenthal bei Kassel. Nach Vorstellung der Ergebnisse der Arbeitsgruppen sowie Verteilung der anstehenden Aufgaben samt lebhafter Diskussion wurde ausgiebig gefeiert. So gab es Zeit für den persönlichen Austausch und zum Kennenlernen von neuen und alten Mitgliedern.

Mit großem Applaus verabschiedeten die Teilnehmer Michaela Riedl aus dem Amt und wählten Olaf Göbel einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden des Verbandes. Auch die übrigen Vorstandsmitglieder wurden für zwei Jahre gewählt, darunter jeweils ein Vertreter für Praxen, Masseure und Ausbilder. Der TMV geht deutlich gestärkt in die nächste Dekade.

Auf dem Bild sind folgende Personen zu sehen:

Reihe vorn v.l.n.r.: Julia Frankenberger – Massagelounge Hamburg | Guido Dippel – Masseur bei Ayella Essen & Ananda Köln | Brigitta Jecko – ManuMagic Basel | Olaf Göbel – TantraConnection Essen | Kaya Könn – TantraArt Mönchengladbach | Michaela Riedl – AnandaWave® Köln | Martina Weiser – Ananda Köln
 
Reihe mittig v.l.n.r.: Elisabeth Strack – Zaida Hannover | Stephan Streichhahn & Wiebke Heuchert – Avalon Frankfurt a.M. | Christine Andersch – Masseurin bei Ananda Köln | Maria Giulia Lodrini – Gast, Masseurin bei Tarisha Nürnberg | Smita Birgit Stehle – LaLita/ Atelier Kunstgriff, Leipzig
 
Reihe hinten v.l.n.r.: Markus Franz – Gastmitglied, Masseur in Ausbildung | Sili Sauf – Masseurin bei Ayella Essen | Amara Allelein – Ayella Essen & Samara Hagen | Elvira Jamala Malinovskaa & Gerhard Mühlbauer – Jembatan München | Manfred Kochs – Moderation, Masseur in Ausbildung | Monika Kochs – Dakini Stuttgart, Dakini Köln | Sonja Weber – Gastmitglied, Masseurin in Ausbildung | Ivo Kastelic – Gastmitglied, Masseur in Ausbildung | Bob Schumacher – Masseur bei Dakini Köln | Tarika Dilger – Tarisha, Nürnberg

Foto: Antonia Vilos, Masseurin bei Ananda Köln

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2014-08 // Offener Brief an Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart

Landeshauptstadt Stuttgart
Herr Oberbürgermeister Fritz Kuhn
70161 Stuttgart

Bitte um Abwägung:
Warum die Tantramassage TMV nicht unter die Stuttgarter Vergnügungssteuer fällt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Michaela Riedl, Erste Vorsitzende TMV

Michaela Riedl, Erste Vorsitzende TMV

wie Sie mit Sicherheit wissen, gibt es derzeit einen Rechtsstreit mit der Stadtkämmerei der Landeshauptstadt Stuttgart, in dem es um die Zahlung der Vergnügungssteuer einer Stuttgarter Tantramassage-Praxis geht. Der Fall stieß im Juli bundesweit auf großes mediales Interesse. Die Stuttgarter Nachrichten, die dpa, die Süddeutsche Zeitung, die FAZ und andere Redaktionen haben ausführlich darüber berichtet.

Im Kern geht es um die Klage der Stuttgarter Bürgerin Monika Kochs, die Inhaberin und Geschäftsführerin der Tantramassage-Praxis Dakini ist. Mit ihrer Klage wehrt sie sich gegen die Verpflichtung zur Zahlung der Vergnügungssteuer. Nach der erstinstanzlichen mündlichen Verhandlung vom 6. November 2013 vor dem Stuttgarter Verwaltungsgericht wurde die Klage abgewiesen. Immerhin stellte man hier öffentlich klar: „Das Gericht vermag nicht zu erkennen, dass es sich bei den bei der Klägerin tätigen Masseurinnen und Masseuren um Prostituierte im Sinne des Prostitutionsgesetzes handeln könnte.“ Diese Differenzierung war gut und wichtig, denn vielen Menschen, vor allem Frauen und Paaren, erschwert man den Zugang zu einer Tantramassage, wenn diese in die Nähe der Prostitution gerückt wird.

Auch in der zweiten Instanz vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim wurde Ende Juli entschieden, dass Monika Kochs die Vergnügungssteuer zahlen müsse: „Das Angebot von Tantra-Massagen als Ganzkörpermassagen unter Einbeziehung des Intimbereichs in einem Massage-Studio ist eine ‚gezielte Einräumung der Gelegenheit zu sexuellen Vergnügungen‘ im Sinne der Vergnügungssteuersatzung der Landeshauptstadt Stuttgart“ (Auszug aus der Pressemitteilung Nr. 25 des Verwaltungsgerichtshofs vom 21.07.2014). Damit sei die Zahlung der Steuer rechtmäßig.

Der TMV teilt als Verband die Auffassung von Monika Kochs

Monika Kochs ist Mitglied im Tantramassage-Verband e.V. (TMV). Wie Monika Kochs vertreten wir als Berufsverband die Auffassung, dass es nicht sachgerecht ist, die Vergnügungssteuer auf Tantramassage-Praxen anzuwenden. Unseren Standpunkt möchten wir im Folgenden näher erläutern – zumal es in Teilen der Presse so dargestellt wurde, als ginge es bei der Klage gegen die Vergnügungssteuer um wirtschaftliche Aspekte im Sinne einer steuerlichen Ersparnis. Doch uns geht es um etwas viel Fundamentaleres, nämlich um unser persönliches und berufliches Selbstverständnis. Wir sehen unsere Arbeit als einen wichtigen kulturellen Beitrag zu einer offenen und selbstbewussten Gesellschaft, der als „Zerstreuung und Entspannung mit erotischem Bezug“ nicht korrekt beschrieben wird (wie es in der Mannheimer Pressemitteilung heißt).

Der TMV setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2004 für die Vermittlung eines angemessenen Berufsbilds der Tantramasseure und -masseurinnen ein, die nach seinen Qualitätskriterien arbeiten. 2013 hat der Verband eine öffentliche Tagung in Köln ausgerichtet, die von über 140 Gästen besucht wurde. Zwei seiner wichtigsten Arbeitsfelder sind die Wissensvermittlung und die Weiterentwicklung einer soliden Ausbildung, die er in seinem zehnjährigen Bestehen begründet hat. Mittelfristig soll daher der Begriff der „Tantramassage TMV“ markenrechtlichen Schutz erhalten, um ein klares Signal an die Gäste der Praxen und die allgemeine Öffentlichkeit zu senden. Denn durch seine Qualitätsstandards zieht der Verband eine eindeutige Grenze zwischen der Arbeit seiner Mitgliedspraxen und unseriösen Angeboten, die mit dem Etikett der Tantramassage werben – darunter aber eine Erotikdienstleistung verstehen, die vor allem aus einer Intimmassage besteht, welche das Ziel verfolgt, einen Orgasmus herbeizuführen.

Wo fängt sexuelles Vergnügen an?

Diese Art von Dienstleistung hat wenig mit der Auffassung des TMV von einer Tantramassage zu tun. Da die Tantramassage den Menschen als ganzheitliches Wesen betrachtet, spart sie Berührungen im Intimbereich nicht aus. Sie macht also keinen Unterschied zwischen „sexuellen“ und „nicht-sexuellen“ Körperregionen oder Empfindungen. Der ganze Körper ist aus Perspektive der Tantramassage berührens- und verehrenswert und gilt im Sinne ihrer spirituellen Tradition sogar als heilig. Daher greift die Formulierung, in den Praxen gehe es um das „gezielte Einräumen von sexuellem Vergnügen“ zu kurz.

Das sexuelle Vergnügen mag ein Aspekt unter vielen sein, der Gäste dazu veranlasst, unsere Praxen zu besuchen. Die Grenze, die wir im Alltag zwischen sexuellem und nicht-sexuellem Vergnügen ziehen, ist jedoch ziemlich willkürlich. Die oben zitierte Mannheimer Pressemitteilung gibt die Auffassung des Verwaltungsgerichtshofs zur Tantramassage wie folgt wieder: „Eine solche Massage biete bei objektiver Betrachtungsweise eine Zerstreuung und Entspannung mit erotischem Bezug. Hieran könne in Ansehung der Werbung der Klägerin, aber auch der Grundsätze des Tantramassagen-Verbandes nicht ernstlich gezweifelt werden.“ Hierauf ist zu antworten: Ja, die Tantramassage hat durchaus sexuelle Aspekte, daran zweifelt in der Tat niemand. Dies teilt sie jedoch mit einer großen Zahl an kulturellen oder körperlichen Aktivitäten. Wichtig ist vor allem: Aus Sicht des TMV und all seiner Mitgliedspraxen sind der sexuelle Aspekt und das sexuelle Vergnügen nicht wesentlich. Sie sind in der Tantramassage ähnlich wesentlich oder unwesentlich wie bei dem Komponieren eines sinnlichen Musikstücks, der Rezitation eines erotischen Gedichts oder dem Tanz eines Tango Argentino.

Die Förderung sexueller Gesundheit: gemeinsames Ziel der WHO und des TMV

Bitte besteuern Sie die Tantramassage TMV daher nicht mit dem Instrumentarium, das in Stuttgart für Pornofilme, Gewaltspiele, Wettbüros und Sexliveauftritte vorgesehen ist. Wir sehen uns in dieses Umfeld zu Unrecht gestellt. Wenn Sie die Tantramassage TMV weiterhin besteuern möchten, dann erwägen Sie doch bitte die Einrichtung einer allgemeinen Steuer für Kulturschaffende oder für Berufsgruppen, die für das psychosoziale Wohl oder die sexuelle Gesundheit zuständig sind. Auf dem 20. Weltkongress für sexuelle Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) diskutierten im Juni 2011 über tausend Teilnehmer über sexuelle Rechte, sexuelle Freiheit und die weltweite Sexualerziehung. Die WHO definiert sexuelle Gesundheit wie folgt:

„Sexuelle Gesundheit ist untrennbar mit Gesundheit insgesamt, mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbunden. Sie ist ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität und nicht nur das Fehlen von Krankheit, Funktionsstörungen oder Gebrechen. Sexuelle Gesundheit setzt eine positive und respektvolle Haltung zu Sexualität und sexuellen Beziehungen voraus sowie die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Erfahrungen zu machen, und zwar frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt.“
(WHO-Website)

Als Ziel des Kongresses nannte die WHO u.a., „die sexuelle Gesundheit aller Menschen, das gesamte Leben hindurch und ungeachtet sozialer und persönlicher Umstände zu fördern“. Dieser Zielsetzung und der obengenannten Auffassung von sexueller Gesundheit schließt sich der TMV vollständig an und fügt hinzu: Tantramassage-Institute nach TMV-Standards leisten einen Beitrag zur sexuellen Gesundheit im Sinne der WHO. Sie schaffen Räume, in denen Menschen jeden Alters und jeder kulturellen, sozialen und ethnischen Herkunft vorurteilsfrei begegnet wird. Die Tantramassage-Institute des TMV zählen daher selbstverständlich auch Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung zu ihren gern gesehenen Gästen.

Die Berührung des gesamten Menschen – sowohl auf körperlicher wie auf emotionaler Ebene – steht bei der Tantramassage im Vordergrund. Dabei geht es auch um das, was die Tantramassage als Teil ihres spirituellen Erbes ansieht: das Verständnis, dass alle Menschen miteinander verbunden sind und dass diese Verbindung in einer Massage-Sitzung erleb- und erfahrbar ist. Die scheinbare Abgetrenntheit des Menschen, die in unserer hoch individualisierten Gesellschaft zu Einsamkeit, Isolation und psychosomatischen Krankheiten führt, löst sich dadurch in der persönlichen Erfahrung zeitweilig auf. Wer eine Tantramassage bekommt, erlebt buchstäblich am eigenen Leib, dass wir mit der Welt und den Menschen um uns herum viel enger verbunden sind, als uns im Alltag bewusst ist.
Damit verfolgt die Tantramassage TMV ein zutiefst humanistisches und soziales Anliegen. Die sexuelle Ebene wird in der Tantramassage eben nicht aus Selbstzweck betreten; sie ist auch nicht die Hauptebene, auf der der Masseur/die Masseurin agiert. Der Tantramassage geht es um den Menschen als Ganzes. Die Reduktion auf das „sexuelle Vergnügen“ geht daher an allem vorbei, was die Tantramassage bezweckt und verrät eine tiefe Unkenntnis dessen, was sich in einer Tantramassage vollzieht.

Die Tantramassage fällt in eine eigene Kategorie

Wenn man sich die Vergnügungssteuer in Stuttgart anschaut, so scheint ihr dort auch eine sozial steuernde Funktion zuzukommen: Sie verteuert offensichtlich Tätigkeiten, die für das Gemeinwohl wenn nicht als schädlich, so doch zumindest als nicht-förderlich betrachtet werden (Wetten, Sexfilmkonsum, Gewaltspiele etc.). Demgegenüber sind wir jedoch der Auffassung, dass die Tantramassage eine gesellschaftliche Leistung erbringt, die im therapeutischen, sozialen oder kulturellen Bereich anzusiedeln ist – in keinem Fall aber in dem Bereich, für den die Vergnügungssteuer vorgesehen ist. Eigentlich bildet die Tantramassage eine völlig eigene Kategorie und lässt sich in keine der verfügbaren Schubladen einsortieren. In der ersten Instanz räumte das Gericht gegenüber Monika Kochs daher auch ein, dass es nur zwischen Schwarz und Weiß entscheiden könne. Dieses Zugeständnis wurde laut Aussage von Monika Kochs nahezu bedauernd formuliert.

Wir bitten Sie daher darum, in Ihrer Funktion als Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart abzuwägen, ob die eigene Kategorie der Tantramassage TMV nicht auch eine ihr angemessene steuerliche Behandlung erfahren sollte, indem Sie Monika Kochs‘ Tantramassage-Praxis Dakini von der Vergnügungssteuer ausnehmen. Aus unserer Sicht wäre dies ein klares Signal zur Stärkung einer freiheitlichen, kulturell selbstbewussten Gesellschaft, die ihre Sexualität als wichtigen und förderungswürdigen Teil des menschlichen Daseins betrachtet – statt den Zugang zu einer fachlich fundierten Tantramassage durch eine zusätzliche Aufwandsteuer zu erschweren.

Mit herzlichen Grüßen

Michaela Riedl
Erste Vorsitzende Tantramassage-Verband e.V.

Köln, 18. August 2014

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2014-07 // Nach dem Gerichtstermin: Was die Presse sagt und was wir antworten

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Der Mannheimer Gerichtstermin liegt hinter uns, und die Wellen haben sich nach der Aufregung der letzten Woche etwas gelegt. Natürlich freut uns das große öffentliche Interesse an der Klage gegen die Vergnügungssteuer. Es zeigt: Was der TMV und seine Mitglieder zu sagen haben, ist gesellschaftlich relevant.

Nun ist Zeit, einen Blick auf ein paar Berichte zu werfen, mit denen Presse und Rundfunk über Monika Kochs, ihr Stuttgarter Massage-Institut Dakini und die Klage gegen die Vergnügungssteuer informierten. Allein über fünfzig Online-Redaktionen aus ganz Deutschland berichteten über die Gerichtsverhandlung vom letzten Donnerstag, flächendeckend von den Lübecker Nachrichten bis zum Berchtesgadener Anzeiger. Die meisten Artikel basierten auf Material der Presseagentur dpa von Jonas Schöll, so z.B. der Artikel im Bonner Generalanzeiger.

Die SWR Landesschau Baden-Württemberg brachte einen wohlwollenden Beitrag, der einige wichtige Punkte benennt. „Wir haben auch festgestellt, dass es keine Berührungspunkte mit dem Rotlichtmilieu im Allgemeinen gibt“, lässt man Polizeisprecherin Stephanie Reh aus Stuttgart in dem Beitrag zu Wort kommen. Die Kommentarstimme endet mit dem schönen Ausblick: „Ein Urteil gab es heute nicht. Das kommt schriftlich irgendwann innerhalb der nächsten Wochen. Egal wie es lautet – im Dakini werden wohl weiterhin Gäste zu Tantramassagen begrüßt. Ob mit oder ohne Vergnügungssteuer.“

Die bürgerlich-konservative FAZ schickte ihren politischen Korrespondenten Rüdiger Soldt zur TMV-Pressekonferenz nach Mannheim. Wie zu erwarten war, fiel sein Artikel kritisch aus. Schade eigentlich, dass die FAZ die Kritik nicht auf Sachargumente beschränkte, sondern meinte, ihrem Artikel zusätzlich nach Art des Tendenzjournalismus einen negativen Dreh geben zu müssen. So ist beispielsweise nicht nachvollziehbar, warum Soldt betont, dass das Dakini in Stuttgart „zwei Kilometer entfernt von dem bekannten und verrufenen Rotlicht-Distrikt im Leonhardsviertel“ gelegen ist. Hier werden Zusammenhänge angedeutet, die weder nach Meinung der Polizei noch nach Auffassung der Gerichte in Stuttgart und Mannheim bestehen.

Dankbar darf man Soldt für seine Ehrlichkeit sein, denn er formuliert sein Unverständnis geradeheraus: „Wenn die Tantra-Massagen die ‚Kunst der körperlichen Berührung‘ kultivieren, sie ‚gesundheitsfördernd‘ sind und sogar ‚Herz, Seele und Gedanken‘ erreichen, dann irritiert zumindest der Werbespruch des Verbands: ‚Wir schaffen sexuelle Kultur.‘“ Soldts Irritation macht eines deutlich: In konservativen Kreisen ist es offensichtlich ein Widerspruch, von Gesundheit, Herz, Seele, Gedanken und sexueller Kultur im selben Atemzug zu sprechen. Gehört Sexualität für diese Milieus etwa nach wie vor in die Dunkelheit des privaten Schlafzimmers? Eine Sexualität, die sich selbstbewusst als Teil einer öffentlichen Kultur versteht, muss vor diesem Hintergrund natürlich als anstößig und paradox erscheinen. Drei Dinge auf einmal, Gefühl, Verstand und sexuelle Kultur, das scheint einfach nicht zu gehen.

Uns gibt dies die Gelegenheit, einmal mehr zu betonen: Wir setzen uns für einen selbstbewussten öffentlichen Umgang mit sexuellen Themen ein. Die Tantramassage lässt sich natürlich nicht auf ihren sexuellen Aspekt beschränken. Genau dies ist ja einer der Gründe für die Klage gegen die Vergnügungssteuer. Aber der TMV sieht sich als Akteur, der einen Beitrag dafür leistet, dass erwachsene Menschen in selbstbestimmter und freier Weise einen öffentlichen Diskurs über sexuelle Themen führen können. Wir sehen dies als wichtigen Bestandteil einer sexuellen Kultur an.

Deutlich besser war das Anliegen des TMV bei der Süddeutschen Zeitung angekommen. In ihrer Online-Ausgabe brachte sie ein ausführliches Interview mit Martina Weiser, der Inhaberin der Tantramassagepraxis Ananda in Köln. In der Print-Ausgabe berichtet Max Hägler aus Mannheim. Wir sind froh zu lesen: „Den Gerichtstermin nutzen Monika Kochs und einige mitgereiste Mitstreiter des Tantramassage-Verbands, um endlich klar zu machen, dass Tantra eine ganz neue ‚Klassifizierung von Berührung‘ sei.“ Martina Weiser präzisiert diesen Gedanken im Interview mit der Online-SZ: „Wenn ich Klavier lernen möchte, brauche ich einen fähigen Lehrer und einen Ort, an dem ich darauf spielen darf, es anfassen darf – und an dem auch Reaktionen Raum haben dürfen. Wo es in Ordnung ist, wenn etwas nicht funktioniert oder spontan Lust aufkommt. Ärzten und Psychotherapeuten ist es berufsrechtlich verboten, intime und sexuell stimulierende Berührungen anzuwenden – und das ist auch gut so, weil sie dafür nicht ausgebildet wurden und es sie massiv überfordern würde.“

Während wir gespannt auf das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg warten, schauen wir uns weiter an, wie sich unsere Arbeit in der Berichterstattung niederschlägt. Bisher sind wir mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

11.07.2014

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2014-07 // Noch keine Entscheidung bei der Vergnügungssteuer

Heute kam es vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim zur Berufung in der Klage gegen die Vergnügungssteuer. Die Richter bestätigten die Einschätzung aus der ersten Instanz, wonach die Ausübung der Tantramassage keine Prostitution ist und die Tantramassage-Institute keine Bordelle sind. Die Entscheidung steht jedoch aus: Das Gericht will das Urteil in etwa drei Wochen schriftlich verkünden. Die Sache bleibt also spannend.

PK_Mannheim

Am Tisch v.l.n.r.: Martina Weiser, Olaf Göbel, Monika Kochs, Michaela Riedl

An der anschließenden Pressekonferenz nahmen u.a. Journalisten der dpa, der Süddeutschen Zeitung, der FAZ und der Bild-Zeitung teil. Das SWR Fernsehen hatte ein Kamerateam geschickt, das Aufnahmen für die Landesschau Baden-Württemberg machte. Der Beitrag wird voraussichtlich heute oder morgen in der SWR Landesschau zu sehen sein (Beginn der Sendung: 18:45 Uhr).

Auf eine Überraschung stießen die TMV-Mitglieder, die zur Unterstützung von Monika Kochs aus ganz Deutschland angereist waren, im Flur vor dem Gerichtssaal. Beim Warten auf den Beginn der Verhandlung durften sie hier ein interessantes Ölgemälde des Mannheimer Künstlers Rudi Baerwind ausgiebig betrachten. Der abstrakte Maler war zunächst vom deutschen Expressionismus und später vom Surrealismus und französischen Informel beeinflusst. In den 1970er Jahren wandte er sich in seinen Arbeiten buddhistischen und mythologischen Themen zu. In dieser Zeit entstand auch das abstrakte Werk, das heute im Flur des Mannheimer Verwaltungsgerichtshofs hängt. Sein Titel lautet „Hommage au grand Tantra“. Hier ein Link auf ein anderes farbenprächtiges Bild aus Baerwinds Tantra-Phase: Tantra erotique (1972).

Wie immer also die Justiz entscheidet und welche Auswirkungen dies auf die Handhabung einer unverständlichen Steuerregelung haben mag – Tantra und bildende Kunst beeinflussen sich gegenseitig und führen eine fruchtbare Koexistenz.

Die Hauptargumente gegen die Zahlung der Vergnügungssteuer brachten Monika Kochs und ihr Rechtsanwalt in der Gerichtsverhandlung erneut vor. Der TMV und die ihm angeschlossenen Mitgliedsinstitute teilen ihre Argumentation. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Die Tantramassage zielt nicht vorrangig auf das sexuelle Vergnügen ab. Sie betrachtet den Menschen als ganzheitliches Wesen. Die sexuelle Ebene kann also eine Rolle spielen, ist aber nicht der Hauptfokus. Im Ritual der Tantramassage wird der gesamte menschliche Körper als schön und verehrenswert angesehen.
  • Die Tantramassage geht daher weit über das „gezielte Einräumen der Möglichkeit zu sexuellen Vergnügungen“ im Sinne der Vergnügungssteuer hinaus.
  • Da das Tantramassage-Institut Dakini zudem kein „bordellähnlicher Betrieb“ ist, fehlt ein weiteres Merkmal des Tatbestands, der die Vergnügungssteuer anwendbar macht.

03.07.2014

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2014-07 // Tantramassage ist keine Prostitution: Prozess um Vergnügungssteuer geht in zweite Runde

Monika Kochs vom Dakini Stuttgart und Köln

Monika Kochs vom Dakini Stuttgart und Köln

„Das Gericht vermag nicht zu erkennen, dass es sich bei den bei der Klägerin tätigen Masseurinnen und Masseuren um Prostituierte im Sinne des Prostitutionsgesetzes handeln könnte“, heißt es in der Urteilsbegründung des Stuttgarter Verwaltungsgerichts aus dem November 2013. Vergnügungssteuer müsse sie dennoch zahlen, so das Gericht. Damit gab sich die Klägerin und Inhaberin des Massage-Instituts Dakini nicht zufrieden: Sie geht am 3. Juli vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim in die Berufung.

Die mediale Aufmerksamkeit war groß. Unter anderem die Süddeutsche Zeitung, Bild und Focus berichteten im letzten Jahr über die Klage der Praxisinhaberin Monika Kochs gegen die Stadt Stuttgart. Die Stadt wollte sie zur Zahlung der Vergnügungssteuer anhalten. Im Hinblick auf den Berufungstermin gibt sie sich kämpferisch. „Es ist nicht einzusehen: Einerseits stimmt uns das Gericht eindeutig zu, dass die Tantramassage etwas gänzliches anderes als die Prostitution ist und dass unsere Massage-Institute keine Bordelle sind, andererseits soll mein Institut Vergnügungssteuer zahlen“, so Kochs.

Kochs Tantramassage-Institut ist Mitglied im Tantramassage-Verband e.V. (TMV). Der Berufsverband stellt sich geschlossen hinter Kochs und ihre Klage. Im Anschluss an den Gerichtstermin lädt der TMV daher zu einer Pressekonferenz ein. Michaela Riedl, erste Vorsitzende des TMV, macht deutlich: „Unser Verband hat kein Problem mit der Prostitution, wenn sie selbstbestimmt und nicht ausbeuterisch ausgeübt wird. Aber dennoch ist es wichtig, eine klare Linie zu ziehen und öffentlich zu erklären, wie unsere Arbeit aussieht und welchen kulturellen Beitrag die Tantramassage leistet.“

Gerichtstermin:
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Schubertstr. 11, 68165 Mannheim,
Donnerstag, 3. Juli 2014, 14 Uhr

Pressekonferenz:
Radisson Park Inn, Am Friedensplatz 1, 68165 Mannheim (gegenüber des Gerichtsgebäudes),
Raum Uranus – Beginn unmittelbar nach dem Gerichtstermin (ca. 15 bis 16 Uhr)

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in Köln

2014-06 // TMV-Tagung: Ein Jahr danach ist ein Jahr davor

„Wir werden 2015 da weitermachen, wo wir vor einem Jahr aufgehört haben. Denn die Gäste unserer ersten TMV-Tagung waren durch die Bank weg begeistert. Mit unserer Veranstaltung haben wir offensichtlich den Ton getroffen, der das Publikum anspricht. Daran werden wir anknüpfen“, verspricht Michaela Riedl, die Vorstandsvorsitzende des Tantramassage-Verbands e.V.  (TMV).

Vor genau einem Jahr, am 1. Juni 2013, veranstaltete der TMV mit großem Engagement aller seiner Mitglieder seine erste öffentliche Tagung. Sieben Stunden lang gab es in den Seminar- und Konferenzräumen der Jugendherberge Köln-Deutz ein anspruchsvolles Programm mit Vorträgen, Workshops und einer abschließenden Podiumsdiskussion. Über 140 Tagesgäste nahmen an der Veranstaltung teil und diskutierten engagiert mit Referenten und anderen Teilnehmern. Unter den Gästen waren Männer und Frauen, die sich konkret für eine Ausbildung zum Tantramasseur/zur Tantramasseurin nach den Qualitätsstandards und Richtlinien des TMV interessierten. Andere Teilnehmer bekamen Antworten auf allgemeine Fragen zur Tantramassage und konnten Kontakte zu Experten knüpfen, die teils schon viele Jahre in der Branche tätig sind.

Für den Herbst 2015 organisiert der TMV nun seine zweite große Tagung. Derzeit ist die Veranstaltung in der Planungsphase, in der die Entscheidung für Termin und Veranstaltungsort fallen. Sobald diese feststehen, geht es in die Programmplanung. Eines der zentralen Themen wird auch auf der zweiten Tagung die Wahrnehmung der Tantramassage in der Gesellschaft sein. Einerseits erweitert die Massage das sexuelle Wissen, Know-how und Erleben des Menschen und leistet so einen öffentlichen Beitrag zu einer selbstbewussten sexuellen Kultur. Andererseits unterscheidet sie sich klar von Rotlichtmilieu und Prostitution.

„Wir hoffen, dass sich wieder so viele Menschen von unserem Programm inspirieren lassen wie im letzten Jahr. Öffentliche Veranstaltungen wie solche Tagungen leisten einen wertvollen Beitrag, um unsere Arbeit in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Verbandsintern hat uns die Zusammenarbeit enorm gestärkt und uns gezeigt, was wir gemeinsam zuwege bringen können“, so Michaela Riedl. Der TMV hat durch die erste Tagung 13 neue Mitglieder für sich gewinnen können, darunter sowohl Massagepraxen als auch Einzelpersonen. Diesen Erfolgstrend will man weiter stärken – auch durch die Veranstaltung der zweiten TMV-Tagung im kommenden Jahr. Noch mehr Raum wird der TMV dabei der Interaktion mit den Gästen und Teilnehmern geben. Die Erfahrung von 2013 zeigt deutlich, dass es einen großen Bedarf nach Austausch und Diskussion gibt.

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2014-04 // TMV-Arbeitstreffen

Vom 7. bis 9. April 2014 trafen sich 16 TMV-Mitglieder auf Gut Alte Heide in Wermelskirchen, um gemeinsam an der Vision des Tantramassage-Verbandes zu arbeiten. In entspannter Atmosphäre wurden neue Ideen gesammelt, Ziele für die nächsten zwei Jahre gesteckt, diskutiert und strukturiert sowie konkret ausgearbeitete Themen vorgestellt.

Die TMV-Mitglieder teilten sich in Arbeitsgruppen zu den Themen Ausbildung, Tagung, Kommunikation, Qualität, Recht und Sprache.

Auf dem Bild sind folgende Personen zu sehen:

Reihe vorn v.l.n.r.: Lea Söhner – Dakini Zürich | Bettina Dornics – Yonitalk Berlin | Michaela Riedl – AnandaWave® Köln | Kaya Könn – Tantra Art Mönchengladbach | Guido Dippel – Ayella Essen & Samara Hagen

Reihe hinten v.l.n.r.: Werner Schüller – Haan | Moraya Kraft – Moraya Bad Schwartau | Pamela Behnke – Zinnoberschule | Olaf Göbel – TantraConnection Essen | Amara Allelein – Ayella Essen & Samara Hagen | Sili Sauf – Ayella Essen | Monika Kochs – Dakini Köln & Stuttgart | Thomas Ring – Ayella Essen (Gast) | Martina Weiser – Ananda Köln | Bob Schumacher – Dakini Köln

Foto: Antonia Vilos – Ananda Köln & Dakini Köln

2014_04_09_Gruppenbild_TMV-Treffen_web

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2014-01 // Beitrag zur Debatte um sexuelle Dienstleistungen

»Menschenhandel« ist nur ein Vorwand – Zur Debatte um sexuelle Dienstleistungen in Deutschland

Hinter der aktuellen Debatte um das Prostitutionsgesetz in Deutschland steht eine konservative Reaktion, die sexuelle Liberalisierungen rückgängig machen und die Spaltung der Frau in Hure und Heilige aufrecht erhalten will – eine in Deutschland tätige Tantramasseurin hat sich mit den politischen Implikationen befasst

Von Angela Blanc

Anmerkung: Dieser Artikel erschien im Januar 2014 in der Zeitschrift „Connection“ und wird mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Wolf Schneider hier ungekürzt wiedergegeben. Siehe auch die Hinweise am Ende des Artikels.

Es ist schwierig, über Prostitution zu schreiben, denn es gibt kaum ein Feld, das so polarisiert wie dieses. Mehr als die Frage, ob Prostitution gut oder schlecht ist, interessieren mich jedoch die tatsächlichen Rechte der Menschen, die ihr nachgehen.

Denn es gilt zu begreifen, dass es ein Stigma gibt: das Huren-Stigma. Viel mehr als Prostitution gilt es dieses Stigma zu bekämpfen. Denn ein Kampf gegen Prostitution ist letzten Endes ein Kampf gegen die Rechte einer stigmatisierten Minderheit und unterstützt deren Kriminalisierung. Menschen, die in der Prostitution tätig sind, werden weltweit als Menschen zweiter Klasse angesehen, als Abschaum der Gesellschaft. Sie werden verachtet, diskriminiert, meistens sogar kriminalisiert. Sie leiden unter struktureller Gewalt, haben Pflichten und nur sehr wenig Rechte, wenn sie überhaupt welche haben.

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